Das Vermächtnis der Schokoladenvilla
In Kürze
Wieso mich die von meinem Urgrossvater, C.G. Bernhard erbaute Villa Svea zur Schokoladenvilla in meinem zweiten Roman, «High Heels - Heisse Mode», inspiriert hat und auch in meinem neuen Krimi «Die dunkle Seite der Schokolade» eine wichtige Rolle spielt.
Auf der Suche nach einem passenden Versteck der Modeaktivisten für den am Davoser WEF entführten «Modekönig» schaute ich mir historische Hotels, Schlösser und Burgruinen an, von denen es in Graubünden einige gibt. Plötzlich realisierte ich, dass die denkmalgeschützte und etwas verlotterte Jugendstilvilla meines Urgroßvaters der perfekte Ort war. Sein Enkel, mein Onkel Rico Casparis, lebte und malte dort bis ins hohe Alter und vermietete das Dachgeschoss an Studenten und Künstler. So fand nicht nur der Künstler Amadeo von Vilan mit seinem kunterbunten Atelier, sondern auch die Schokoladenvilla ihren Weg in den Modekrimi. Dass die Villa auch im Schokoladenkrimi eine Rolle spielen muss, lag auf der Hand.
Im Modekrimi beschreibe ich die Villa in ihrem ursprünglichen, ver- und geheimnisumwitterten Zustand. Im aktuellen Modekrimi ist sie frisch renoviert, lichtdurchflutet und in neuer Pracht erstrahlt wie ein Märchenschloss – so wie sie man sie heute im Internet auf der Webseite von GIUBBINI ARCHITEKTEN bewundern kann. Das erste Bild, das man dort sieht zeigt meine Grossmutter, Inga Casparis-Bernhard als junges Mädchen vor dem Rohbau. Das Bild muss um 1906 aufgenommen worden sein.
Die in Chur aufgewachsene Serafine Montalin, meine neue Hauptprotagonistin, verbindet mit der Schokoladenvilla romantische Erinnerungen, an die sie sich beim Besuch der frisch renovierten Villa Lukrezia wieder erinnert. Was sie dort erlebt hat und was die Villa für eine Rolle spielen wird, kann man ab dem 24. März 2026 in meinem Schokoladenkrimi nachlesen :-)
Villa Svea
Das erste Foto zeigt meine Grossmutter, Inga Bernhard-Casparis, als junges Mädchen vor dem Rohbau. Das zweite wurde am 27. Mai , das dritte am 16. Oktober, 1911 von meinen Urgrossvater im Autochromeverfahren aufgenommen, einem Verfahren zur Fertigung farbiger Fotografien in Form eines auf Glasplatten aufgezogenen Diapositivs, das 1903 von den Gebrüdern Lumiére entwickelt wurde. C.G. Bernhard war einer der ersten Fotografen, die mit dieser aufwendigen Technik arbeiten konnten. Seine über 300 auf Glasplatten aufgezogenen Farbfotografien befinden sich heute im Rätischen Museum, Chur.
© Rätisches Museum, Chur
Die weiteren Fotos sind historische Bilder (auch mit meiner Oma) sowie ein neueres vor der Renovation, der neue Rohbau sowie die Villa im neuen renovierrten Kleid.